Sparfüchse
Die Menschheit verblödet, nicht erst jetzt.
Ist mindestens vier Jahrzehnte her.
Wir tankten an der Dorftankstelle auf Monatsrechnung.
Ich war mal fast 2 Wochen nicht zum Tanken da, weil ich schlicht nicht früh genug darauf geachtet hatte, den Tank wieder zu füllen, und mehrmals auswärts auf Tour tankte.
Die Chefin an der Tankstelle schaute recht sparsam, wurde aber freundlicher, als ich ihr genau dies schilderte.
Und dann kam das ►
»Na ja, solange du nicht wie andere hier im Dorf in die Stadt fährst, um dort billiger zu tanken, ist alles in Ordnung.«
»Ach, wenn der Tank gerade mal leer ist und ich komme dort vorbei, tanke ich dort auch. Ist ja quasi Verwandtschaft.«
»Ist ja klar, aber es gibt hier Leute, die fahren extra dorthin, um für zwei Pfennig billiger zu tanken …«
»Du meinst, die tanken konsequent dort, wenn sie mal in der Stadt sind?«
»Nein, die fahren extra dorthin, hat mir der Nachbar erzählt. Sie wären nicht bereit, bei uns pro Liter zwei Pfennig mehr zu zahlen als dort!«
Hab mal kurz durchgecheckt:
»Die Schlurre, die die fahren, schluckt doch gut 10 Liter auf 100 Kilometer.
8 hin, 8 zurück, sind 16 Kilometer, also rund anderthalb Liter Verbrauch.
Das heißt, um bei 50 Litern Sprit eine Mark zu sparen, verfahren sie Sprit für 1,80 Mark und haben 16 Kilometer mehr auf dem Tacho …«
Ihr breites Grinsen hat mir den Tag gerettet.